Datum: Dienstag, 12. Mai 2026, ab 12:30 Uhr
Ort: Am Acker an der Mühle, Heichelheim

Der Förderverein Heichelheimer Kartoffel e.V. setzt auch 2026 die beliebte Tradition des Kartoffellegens fort. Rund 80 Kinder aus Heichelheim und Weimar legen gemeinsam mit Ministerpräsident Mario Voigt, Landwirtschaftsministerin Colette Boos-John und Bauernpräsident Dr. Klaus Wagner ihre eigenen Kartoffeln in die Erde – eine interaktive Aktion, die Teamgeist, Naturerlebnis und bäuerliche Tradition verbindet.

Neu in diesem Jahr: Vier internationale Künstler der Bauhaus-Universität Weimar präsentieren in ihrer Performance “This village is not yet another backdrop for art!” ihren Bezug zum ländlichen Raum und zur Kartoffelkultur in Heichelheim.

Kartoffelvielfalt: Bernina (festkochend), Wendy (vorwiegend festkochend) und Lilly (mehligkochend) treten im Herbst bei der Ernte gegeneinander an, um die „Thüringer Kartoffel des Jahres“ zu küren.

Kunst trifft Landwirtschaft Die Kartoffiennale in Heichelheim

Erstmals ist die Veranstaltung Teil des internationalen Kunstprojekts „Kartoffiennale“, das aktuell als Residenz in Heichelheim stattfindet. Unter dem Titel „This Village Is Not Yet Another Backdrop for Art“ arbeiten vier internationale Künstlerinnen und Künstler mehrere Wochen lang, unter Projektleitung von Ameer Masoud, vor Ort und setzen sich intensiv mit dem Dorf, der Landwirtschaft und der Kartoffelproduktion auseinander.

Die erste Ausgabe der „Kartoffiennale” vereint vier Künstlerinnen und Künstler: Difei Song (China), Krittaporn Mahawereerat (Thailand), Ambar Luna Quintanar (Mexiko) und Hussam Hasan (Jordanien), wobei sie ihre Arbeiten im direkten Austausch mit Landwirten und Mitarbeitenden der Karland Agrarprodukte GmbH entwickeln. Statt das Dorf lediglich als Kulisse zu betrachten, verstehen sie Heichelheim als lebendigen Produktions- und Erfahrungsraum. Ihre künstlerischen Ansätze verbinden sich mit den Rhythmen des landwirtschaftlichen Alltags, mit sozialen Strukturen und mit der kulturellen Bedeutung der Kartoffel.

Das Projekt knüpft an die Geschichte des Heichelheimer Kartoffelfests an und denkt dieses als zeitgenössisches, experimentelles Format weiter. Im Zentrum steht die Frage, wie gemeinschaftliche Rituale rund um Nahrung neue Formen von Austausch, Teilhabe und kultureller Identität schaffen können.

Kooperation: Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen Ameer Masoud, und dem Heichelheimer Kartoffel e.V. Gefördert wird durch den Kreativfonds der Bauhaus-Universität Weimar.

Über…Ameer Masoud ist Künstler, Kurator und Architekt. Seine Praxis erforscht Essen, Erinnerung und kulturelle Rituale als Wege zum Verständnis von Identität und Ort. Zuvor leitete er Kulturprogramme am Goethe-Institut Amman. Seine Arbeiten wurden in Jordanien, Deutschland, Belgien und der Tschechischen Republik gezeigt. Er absolviert derzeit den Masterstudiengang Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien an der Bauhaus-Universität Weimar.

Diese exklusive Veranstaltung zeigt, wie Kinder, Kultur und Landwirtschaft auf kreative Weise zusammenkommen.